Themen zum Samstag 2026

Die Themen zum Samstag bieten Betroffenen und Angehörigen Impulse für die eigene Lebensgestaltung. Die Themen werden in einer moderierten Gesprächsrunde analysiert und vertieft diskutiert. Die Themenanlässe werden als Möglichkeit für neue Kontakte und Begegnungen sehr geschätzt. Schauen Sie vorbei!

Die Themen zum Samstag bieten Betroffenen und Angehörigen Impulse für die eigene Lebensgestaltung. Die Themen werden in einer moderierten Gesprächsrunde analysiert und vertieft diskutiert. Die Themenanlässe werden als Möglichkeit für neue Kontakte und Begegnungen sehr geschätzt. Schauen Sie vorbei!


Was mache ich eigentlich den ganzen Tag? Inspirationen für die Alltagsgestaltung

14. Februar 2026 / 9.30 – 12.15 Uhr 
Gastreferentin: Sinduja Kandiah, Dipl. Ergotherapeutin

Wie ich den Alltag gestalte, liegt nicht immer allein in meiner Hand. Verpflichtungen, Termine oder das körperliche wie auch das mentale Wohlbefinden können den Verlauf des Tages bestimmen. Den eigenen Gestaltungs-raum dennoch zu erkennen und ihn bewusst für sich zu nutzen, kann die Zufriedenheit steigern. Wenn dieser Freiraum da ist, taucht schon die nächste Frage auf – was will ich damit tun? Wir prüfen die sichtbaren und unsichtbaren Hürden, die unseren Gestaltungsraum beeinflussen. Manchmal sind sie einfacher zu überwinden und manchmal weniger. Gemeinsam erkunden wir den Alltag und erforschen den eigenen Gestaltungsraum.

 


Was bin ich ausser invalid – die Welt der krassen Wörter

11. April 2026 / 9.30 – 12.15 Uhr
Moderation: Michèle Plattner 

Das Wort ‹invalid› ist trotz aller Bemühungen immer noch negativ besetzt. Auch wir selbst bezeichnen uns als invalid... als minderwertig, schwach, unbrauchbar, wertlos. Allesamt krasse Wörter. Es gibt Zustände vorübergehender Art: krank, verwundet, erschöpft. Davon erholt man sich und kann das Etikett wieder ablegen. Invalid bleibt. Sprache prägt uns. Wir neigen dazu, den Sprachgebrauch als Wahrheit anzunehmen, sowohl den der anderen wie auch den eigenen. Ich bin jetzt «nutzlos» wird für uns wahr, doch benutzen wir damit viel zu krasse Wörter. Diese Macht der Sprache werden wir uns genau ansehen. Denn die Wahrheit ist: Wir alle sind viel mehr als ein Wort.


Häsch no rasch Zyt? Über Machbarkeit und Geschwindigkeit

13. Juni 2026 / 9.30 – 12.15 Uhr
Moderation: Claudia Furer

«Häsch no rasch Zyt?» Die Aussage ist ein Widerspruch in sich selbst. Zeit ist immer gleich schnell. Manchmal haben wir lediglich den Eindruck, dass sie langsamer oder schneller vergeht. Ist schnell eine Minute, 10 Minuten, eine Stunde? Wenn ich die Frage «häsch no rasch Zyt?» mit Ja beantworte, steht mein weiteres Programm möglicherweise auf dem Kopf. Die Erfahrung zeigt oft auch, dass manches viel, viel länger dauert als geplant. Das heisst, ich muss wieder Zeit aufholen. Ich sollte es doch wissen, dass ich dabei wahrscheinlich ins Rudern komme und noch mehr Zeit verliere. Geschwindigkeit bringt mich aus dem Konzept, Missgeschicke sind vorprogrammiert und es ist ermüdend. Aber! Im Ganzen birgt sich die Chance, den Plan umzustellen und mich überraschen zu lassen.


Arbeit – Bedeutung für mich heute

15. August 2026 / 9.30 – 12.15 Uhr 
Moderation: Claudia Furer und Michèle Plattner

In unserer Gesellschaft gilt der arbeitende Mensch mehr. Mehr als der Arbeitslose, mehr als jeder freiwillig Arbeitende. Wer bezahlte Arbeit leistet, ist jemand. Doch die meisten Menschen verlieren nach einer Hirnverletzung ihre angestammte Arbeitsstelle. Und da Arbeit so viel gilt, sind sie dann für die Gesellschaft nichts mehr wert. Wenn eine Weiterbeschäftigung möglich ist, kann die Arbeit plötzlich zu einer grossen Herausforderung werden. Wie kann das Arbeitspensum bewältigt werden, gibt es noch Freizeit oder wird diese der Regeneration geopfert. Sind arbeitende Menschen mit einer Einschränkung in unserer Gesellschaft gleichwohl anerkannt? Wenn der Verlust nicht zu vermeiden ist, bleibt die Frage nach dem Lebensinhalt. Arbeit bedeutet in unserem Verständnis auch Sinn. Wie soll Leben ohne Arbeit Sinn machen? Vor dem Hintergrund des Arbeitsverlustes erhalten die Lebensqualität und der eigene Selbstwert eine ganz neue Wichtigkeit.


Unwissendes Verständnis

17. Oktober 2026 / 9.30 – 12.15 Uhr
Moderation: Claudia Furer

Bekannte: Wie geht es dir? Ich: Heute ist mir schwindlig und ich kann mich kaum konzentrieren. Bekannte: Oh ja! Das geht mir auch so.... Wie oft habe ich solche Dialoge schon erlebt. Als ich noch Neuling war mit meiner Hirnverletzung haben mich solche Aussagen verletzt und wütend gemacht. Anteilnahme ist etwas Schönes. Trotzdem! Muss man sich mit allem solidarisieren oder kann man solche Aussagen nicht einfach entgegennehmen? Warum «solidarisieren» wir uns mit Symptomen? Ist es aus Anteilnahme oder Verlegenheit, weil wir nicht wissen, wie wir reagieren sollen? Jedenfalls müssen wir damit umgehen. Ein weiterer Gedanke drängt sich auf. Wie gut – oder vielleicht sogar schlecht – kann ich selbst Anteil nehmen und Empathie empfinden? 


sichtbar – unsichtbar

28. November 2026 / 9.30 – 12.15 Uhr
Moderation: Michèle Plattner

Ein Grossteil aller Hirnverletzungen hinterlässt keine sichtbaren Auswirkungen. Das mag wirken wie ein Geschenk, doch genauso ist es eine Last. Die Unsichtbarkeit stiftet an, sich zu überfordern, sich zu tarnen und viel Energie in die sogenannte Normalität hineinzustecken. Diese Unsichtbarkeit bewirkt auch, dass der hirnverletzte Mensch keine Schonung und kein Verständnis erhält. Wieder und wieder muss er sich erklären und bekommt nie die Unterstützung, die er eigentlich braucht. Denn: man sieht ja die Hirnverletzung nicht. Wie können wir uns sichtbar machen? Diese Frage sucht nach Antworten. Denn sich sichtbar zu machen ist für Betroffene von grosser Wichtigkeit, damit sie integriert bleiben - oder sich wieder einfinden können - innerhalb ihrer eigenen Familien wie auch im grösseren Umfeld.


Anreise


Adresse:
Reformierte Kirchgemeinde Bern Nord
Wylerstrasse 5
3014 Bern

Kirchgemeindehaus Saal 1. OG, siehe Info EG

Anreise:
Bus: Bus 20 Haltestelle LORRAINE, zu Fuss → Johanneskirche
Zug: HB Bern oder SBB-Station Wankdorf, → BUS 20 → LORRAINE.
Auto: sehr wenige Parkplätze direkt vor der Kirche, blaue Zone Quartier.

 

Kosten:
Für Mitglieder kostenlos, Nichtmitglieder 10.—, Ehepaare 15.—

 

Anmeldung nicht erforderlich
 

Teilnahme melden an:

FRAGILE BERN
Mattenhofstrasse 5
3007 Bern
Tel. 031 376 21 02
bern(@)fragile.ch

 

Zurück zum Anfang.

Werden Sie aktiv